SOS: Trockene Haut im Winter

Saisonale Preise, saisonales Gemüse, sogar saisonale Süssigkeiten kennen wir ja schon. Aber gibt es auch in der Hautpflege Unterschiede bei den Jahreszeiten? Ja, auch die gibt’s. Eisige Winde wehen ganz neue Herausforderungen herbei. War deine Haut im Sommer noch ganz Zen, wird sie im Winter schnell zum Sorgenkind. Warum das so ist und was Winterhaut braucht? Finden wir es heraus!

 

SOS: Trockene Haut im Winter richtig pflegen | Five Skincare

From Hero to Zero – trockene Zeiten für die Haut

Im Sommer war noch alles rosig, jetzt zickt die Haut auf einmal herum. Nichts kann man ihr recht machen. Du kennst das Problem, sonst wärst du ja nicht hier. Deshalb jetzt das ultimative Patentrezept gegen trockene und juckende Haut im Winter: Flieg schön weit weg, wo immer frühlingshafte 25 °C herrschen, und komm erst im März wieder. Genial, oder? Ah … ach ja, da war was. Arbeiten und so. Schade eigentlich, denn in unseren Breitengraden lässt sich das Problem nicht so ganz lösen. Die äusseren Einflüsse sind nun mal eine Herausforderung. Doch ein bisschen was kannst du trotzdem tun. Hier erfährst du die Dos & Don’ts bei der Hautpflege im Winter.

Warum die kalte Jahreszeit deine Haut herausfordert

Mit den Temperaturen sinkt auch die Zufriedenheit deiner Haut. Kälte, trockene Heizungsluft und der ständige Wechsel zwischen draussen kalt und drinnen warm machen ihr zu schaffen. Oft kommt auch noch ein eisiger Wind hinzu, der Feuchtigkeit gefühlt geradezu wegpustet. Denn bei Temperaturen unter 8 °Celsius produziert die Haut immer weniger Sebum. Und wo nicht mehr gefettet wird, hakt es mit der Zeit. Die Hautbarriere beginnt zu bröckeln, was den Feuchtigkeitsverlust beschleunigt.

Okay, magst du dir jetzt denken, im Gesicht und an den Händen ist das schon klar. Aber warum am ganzen Körper, der ist doch geschützt? Wenn du das Gefühl hast, dass deine Haut insgesamt wüstenartig wird, achte mal ein paar Tage darauf, ob du genügend trinkst. Sobald uns keine Hitzewellen mehr plagen, lässt der Durst nach, doch die Wasserversorgung kommt auch von innen. Deine 1,5 Liter am Tag solltest du dir auf jeden Fall gönnen.

Im Winter braucht die Haut andere Pflege als im Sommer

Während im Sommer die Leichtigkeit regiert, verlangt deine Haut im Winter nach mehr Substanz. Mit pflegenden Ölen kannst du ihr helfen, die Schutzbarriere aufrechtzuerhalten. Setze dabei auf eine ausgewogene Kombination von Pflanzenölen, die glätten, rückfetten und langanhaltenden Schutz bieten.

Gleichzeitig bergen Produkte mit einem hohen Wassergehalt jetzt Gefahren. Bei Minusgraden können sie auf der Haut gefrieren und kleine Äderchen zum Platzen bringen. Kurz gesagt gilt im Winter: Öl rauf, Wasser runter. Doch wie sieht das in der Praxis aus?

Deine Pflegeroutine für das Gesicht bei Kälte

Schritt 1: Hab realistische Erwartungen. Winter bleibt Winter und deine Haut tickt jetzt einfach anders. Gut, dass wir alle so flexibel sind, wir passen uns einfach an 😉 Und zwar mit einer Tag- und Nachtroutine. Die ist in dieser Jahreszeit viel wichtiger als sonst, weil du deine Haut tagsüber weniger gut mit Feuchtigkeit verwöhnen kannst.

Schützende Lipide am Morgen

Das Ganze hin und her zwischen warm und kalt strapaziert die Haut am Tag. Sie wünscht sich extra Schutz vor Wasserverlust. Dem beugst du am besten mit einer rückfettenden Gesichtscreme für den Winter oder einem nährenden Öl vor. Die Lipide darin helfen, die Lücken in der Hautbarriere zu füllen, und isolieren gegen die Kälte. Feuchtigkeitsseren solltest du jetzt auf keinen Fall solo verwenden, weil Frostgefahr, und auch in Kombination nur sparsam dosieren.

Feuchtigkeitspflege am Abend

Die gleichmässigen Temperaturen über Nacht kannst du jetzt richtig gut nutzen, um deine Wasserdepots wieder aufzufüllen. Verschiebe dazu das Feuchtigkeitsserum auf nachts. Die leichte Textur hat gleichzeitig den Vorteil, dass die Haut nicht überpflegt und bequem wird. Entdecke das FIVE Gesichtsserum, das dich mit zartem Rosenduft ins Schlummerland schickt.

 

So pflegst du deinen Körper im Winter

Wenn es draussen kalt ist, neigen wir dazu, heisser zu duschen oder zu baden. Klar, manchmal muss das einfach sein, um wieder warm zu werden. Für die Haut ist es allerdings anstrengend, da austrocknend. Eine nicht zu ausgiebige, lauwarme Dusche ist da produktiver. Verzichte auch auf stark schäumende Waschgels und Badezusätze. Und danach am besten gleich ein Körperöl auf die noch feuchte Haut auftragen. Das bindet Feuchtigkeit und schützt. Für mich hat sich Avocadoöl bewährt. Es hat einen hohen Gehalt an unverseifbaren Bestandteilen und ist nicht zu schwer. Perfekt für alle, die sich mehr Feuchtigkeit wünschen, aber keine extrem trockene Haut haben.

Dich juckt spröde Haut (vielleicht sogar wortwörtlich)? Dann darf es etwas mehr sein. Zum Beispiel die FIVE Shea Cream, die hat übrigens viele Talente im Winter. Sie pflegt und verwöhnt mit Bio-Sheabutter, Bio-Jojobaöl, Bio-Arganöl, Vitamin E und Bio-Neroliöl. Bei ihrer wasserlosen Textur hast du die Konsistenz selbst in der Hand. Je nachdem ob deine Haut beim Auftragen noch perlnass oder nur leicht feucht ist, fällt sie leichter oder schwerer aus.

Tipps gegen rissige Hände im Winter

Die Hände sind besonders tricky. Sie sind Temperaturschwankungen und trockener Luft meist schutzlos ausgeliefert und werden auch noch besonders oft gewaschen. Kennst du das Gefühl, dass sie trotz ständigem Nachcremen immer rissiger werden? Das liegt vermutlich daran, dass die Handcreme Emulgatoren enthält. Sie verbinden Wasser mit Lipiden und sorgen dafür, dass die schützende Fettschicht deiner Haut weggespült wird. Mehr dazu verrät dir mein Artikel Spannung aus der Cremetube: wie Emulgatoren deine Haut austrocknen.

Also gerade, wenn glaubst, mehr zu pflegen, wird die Schutzbarriere nach und nach geschwächt. Steige jetzt lieber auf einen wasserlosen Balm oder eine Salbe um, die du auf die feuchte Haut aufträgst. Stimmt schon, die kann mehr Tapser auf dem Handydisplay hinterlassen. Andererseits tun die ja nicht weh …

Vielleicht reicht es aber auch schon, wenn du deine Hände mit einer Extraportion Pflege in die Federn schickst. Creme dazu die feuchten Hände mit einem fetthaltigen Balsam ein – unsere Shea Cream ist dafür perfekt geeignet – und schlüpfe über Nacht in Baumwollhandschuhe, damit er richtig gut einzieht. Das wirkt wie eine Kurpackung für strapazierte Hände.  

Wind- und Wetterschutzcreme für Extremsituationen

Selbst wenn du nicht dem Heli-Skiing verfallen bist, auch ein normaler Pistentag oder eine Winterwanderung sind für deine Haut schon extrem. Das Gesicht ist stundenlang eisiger Kälte ausgesetzt. Dass sie dann irgendwann das Nachfetten einstellt, hatten wir ja schon. Also was tun? Ganz ähnlich wie bei der Sonne ist Regel Nr. 1 die Exposition vermeiden, sprich so viel Haut wie möglich warm einpacken. Erst an zweiter Stelle kommt die Wind- und Wetterschutzcreme. Stelle dich klirrender Kälte mit einem Balsam, der reich an Ölen und unbedingt wasserlos ist. Bei geradezu arktischen Bedingungen darfst du ruhig dick auftragen, um einen okklusiven, abdeckenden Effekt zu erzielen.

Am Berg brauchen wir gleich doppelt Schutz: gegen die Kälte und gegen UV-Strahlung. Falls du dich diesen Winter zum ersten Mal auf die Bretter stellen willst: nie, nie, niemals nicht die Sonnencreme vergessen! Ich empfehle dir eine mit mineralischem Filter. Das hat den Vorteil, dass die meisten Rezepturen ohnehin recht ölhaltig sind, was im Sommer etwas nervt. Doch jetzt spielt es dir genau in die Karten.

☀️ Übrigens: Verwendest du eine Sonnencreme mit chemischen Filtern, dann trage sie vor der Wetterschutzcreme auf. Bei mineralischen andersherum. 

Die richtige Dosierung

Auch wenn deine Haut im Winter reichhaltigere Pflege verträgt, solltest du Öle nicht gleich löffelweise auftragen. Wenn das Gesicht glänzt und die Kleidung an dir festpappt, war es eindeutig zu viel. Deine Haut reagiert ganz individuell. Manche verträgt mehr, andere braucht gar nicht so viel. Und eine zu grosse Ladung Creme kann sie direkt überfordern. Sie weiss ja gar nicht, wohin mit all der Pflege. Mein Tipp: Dosiere sparsam und taste dich an die richtige Menge heran. Es geht ja auch nicht gleich von Plus auf Minus 10 °C. Hör einfach auf deine Haut und schau, was sich gut anfühlt.

Mit der passenden Pflege kannst du dich auf heissen Glühwein im Schnee freuen. Hat ja auch seine schönen Seiten, der Winter …

Unsere Naturkosmetik

«Keine Creme sollte mehr Inhaltsstoffe haben, als du an einer Hand abzählen kannst.»

Anna Pfeiffer