Ernährung gegen Pickel: So reduzierst du Unreinheiten

Sie sind äusserst ungebetene Gäste und schauen dennoch häufiger vorbei, als uns lieb ist: Pickel. Egal wann, sie kommen einfach immer ungelegen, sei es am Morgen vor einem ersten Date, im Urlaub oder wenn ein Vorstellungsgespräch ansteht. Ganz werden wir sie wohl nie los, aber die richtige Ernährung gegen Pickel kann helfen, diese lästigen Besucher in Schach zu halten. Wir verraten dir, welche Nahrungsmittel das Pickelwachstum begünstigen, mit welcher Ernährungsweise du Hautunreinheiten reduzieren kannst und die wichtigsten Erste-Hilfe-Tipps gegen Pickel.

 

Ernährung gegen Pickel: So wirst du Unreinheiten los | Five Skincare

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Wie entstehen Pickel?

Obwohl wir alle wissen, was gemeint ist, wenn von Pickeln die Rede ist, lauten die eigentlichen, fachsprachlichen Bezeichnungen Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen). Ausgelöst werden sie durch winzige Entzündungsreaktionen an Haarfollikeln oder Talgdrüsen, welche zur Verhornung der Haut führen, sodass abgestorbene Hautzellen sich nicht mehr abschuppen können. Dadurch verstopfen die Ausgänge der Talgdrüsen und der Talg kann nicht mehr abtransportiert werden. Ein Pfropf entsteht – der bekannte Mitesser. Wenn sich dann auch noch Bakterien dazu gesellen, kommt es zur sichtbaren Entzündung, dem gefürchteten Eiterpickel.

Entzündungen, die unter die Haut gehen

Gehen wir aber nochmal ganz an den Anfang zurück: Am Anfang war die Entzündung. Vielen Hautkrankheiten und -unreinheiten liegen entzündliche Prozesse zugrunde. Diese sind oft nicht einmal sichtbar, laufen also quasi unbemerkt ab, weshalb man auch von sogenannten stillen Entzündungen spricht. Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, diese Entzündungsherde in unserem Körper auf Sparflamme zu halten und damit unsere Hautgesundheit zu verbessern.

🩺Hautkrankheiten wie Rosacea, Schuppenflechte, Neurodermitis oder Akne sind unter anderem auf entzündliche Prozesse im Körper zurückzuführen. Zusätzlich beschleunigen Entzündungen die Hautalterung.

Entzündungshemmende Ernährung gegen Pickel

Die Ernährung ist somit kein nebensächlicher Faktor, wenn es um Hautgesundheit geht, sondern einer der Dreh- und Angelpunkte. Sie legt den Grundstein für einen gesunden, schönen Glow und einmal mehr gilt die alte Weisheit «Du bist, was du isst

Wenn Entzündungsprozesse also mitunter der Auslöser für Hautprobleme sind, ist eine entzündungshemmende Ernährung entscheidend im Kampf gegen Pickel. Wie das gelingt? Indem wir antioxidativen Nährstoffen den Vorzug geben und Lebensmittel mit entzündungsfördernden Nährstoffen reduzieren oder ganz vermeiden.

Makro- und Mikronährstoffe

An dieser Stelle lohnt es sich, ein bisschen tiefer zu schürfen und uns zunächst ein wenig Basiswissen zum Thema Ernährung anzueignen. Das hilft uns nicht nur im Hinblick auf schöne Haut weiter, sondern in Bezug auf unsere Gesundheit allgemein. Schauen wir uns daher einmal an, was wir eigentlich zu uns nehmen, wenn wir essen. Die Nährstoffe, die wir über die Nahrung aufnehmen, lassen sich in zwei Hauptkategorien aufteilen:

  1. Makronährstoffe: dienen dem Körper zur Energiegewinnung
  • Kohlenhydrate
  • Eiweisse (Proteine)
  • Fette
  1. Mikronährstoffe: werden für den Stoffwechsel und andere lebenswichtige Körperprozesse benötigt
  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente

Makronährstoffe: Die «Guten» und die «Bösen»

Makronährstoffe versorgen den Körper mit Energie und sind daher unerlässlich. Jedoch gibt es wertvolle und weniger wertvolle Energielieferanten. Nehmen wir also die drei Grundnährstoffe Kohlenhydrate, Proteine und Fette einmal genauer unter die Lupe.

Kohlenhydrate

Gemessen wird die Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels anhand des Glykämischen Index (GI). Dieser zeigt an, wie schnell ein Nahrungsmittel den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lässt. Lebensmittel, bei denen der Blutzucker schnell ansteigt, die also einen hohen glykämischen Index haben, sind ungesünder als solche, bei denen die Blutzuckerkurve flacher verläuft. Wir unterscheiden daher:

  1. Kurzkettige Kohlenhydrate: Weizenmehlprodukte, heller Reis, Trockenobst, Fruchtsaft, viele Müslis etc.
  • Ungesund, weil: Blutzucker schnell ansteigt, kurzzeitiges Sättigungsgefühl
  1. Langkettige Kohlenhydrate: Kartoffeln, Hülsenfrüchte, echtes Vollkornbrot, Haferflocken etc.
  • Gesund, weil: Flache Blutzuckerkurve, länger satt machend

Doch wie genau hängt das alles mit der Entstehung von Pickeln zusammen? Studien zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Akne und der Aufnahme von schnellen Kohlenhydraten besteht. Je höher die Glykämische Last (GL), also die verzehrte Menge an Lebensmitteln mit einem hohen Glykämischen Index, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, an Aknebeschwerden zu leiden. Diese Art von Kohlenhydraten zu vermeiden, ist also der erste Schritt in Richtung einer Ernährung gegen Pickel.

Eiweisse

Auch Proteine lassen sich unterteilen in solche, die mehr und solche, die weniger förderlich sind im Kampf gegen unliebsame Pickel. Grundsätzlich unterscheiden wir:

  1. Tierische Eiweisse: Milchprodukte wie Käse, Quark, Skyr, Hüttenkäse, Molke-Proteinshakes sowie Fleisch, Fisch und Eier
  2. Pflanzliche Eiweisse: Sojabohnen und Tofu, Bohnen, Linsen, Haferflocken, Kichererbsen, Chia, Amaranth, Quinoa, Erdnüsse, Hanfsamen

Tierische Eiweisse verfügen über eine höhere Bioverfügbarkeit, werden also schneller und in grösserem Umfang vom Körper aufgenommen und verarbeitet. Gleichzeitig fördern Proteine aus Milchprodukten aber nachweislich das Pickelwachstum, da sie den insulinähnlichen Wachstumsfaktor (IGF-1) im Körper stimulieren, der wiederum die Talgproduktion anregt und somit zu verstopften Poren und damit zu Pickeln führt. Da wir Verfechter einer veganen Lebensweise sind und uns lieber pflanzlich statt tierisch ernähren, haben wir schon mal ein Problem weniger bei der Ernährung gegen Pickel zu meistern.

Das Gute an Eiweissen ist, dass sie lange satt machen, weshalb sie eine willkommene Alternative zu unserem tendenziell übermässigen Konsum von Kohlenhydraten sind. Das muss aber keinesfalls Verzicht bedeuten: Tausche einfach ab und zu den Reis und die Weizennudeln gegen Hülsenfrüchte und Linsenpasta aus und bringe deine Ernährung so ins Gleichgewicht. Generell gilt: Achte auf eine ausgewogene Proteinzufuhr und kombiniere verschiedene pflanzliche Eiweissquellen pro Mahlzeit, das erhöht die Bioverfügbarkeit.

Fette

Fette sind ungesund und machen dick? Nun, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Fette sind nicht per se schlecht. Vielmehr kommt es auf die Wahl der richtigen Fette an. Inzwischen weiss man, dass diese einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben können, gerade in Bezug auf eine entzündungshemmende Ernährung. Und genau das ist es, was wir brauchen, um den lästigen Pickeln den Garaus zu machen. Wir unterscheiden:

  1. Ungesunde Fette, die den Cholesterinspiegel erhöhen und auf ein Minimum reduziert werden sollten
  • Gesättigte Fettsäuren: Kokosöl, Palmöl, tierische Fette 
  • Transfette: Sie entstehen bei der Härtung von Fetten und sind enthalten in Fertiggerichten, Fast Food, Backwaren, Knabbereien. Auch beim Anbraten in der eigenen Küche mit ungeeigneten Fetten können sich Transfette bilden.
  1. Gesunde Fette, die sich positiv auf unsere Blutfettwerte auswirken und Entzündungen mindern können
  • Einfach ungesättigte Fettsäuren: Pflanzliche Öle wie Oliven- oder Rapsöl
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Leinöl, Walnussöl und Hanföl

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterteilen sich wiederum in Omega-3 und Omega-6. Achte auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen entzündungsfördernden Omega-6 Fettsäuren und entzündungssenkenden Omega-3 Fettsäuren, von denen wir tendenziell zu wenig zu uns nehmen. Unser Körper braucht beide, aber das Verhältnis muss stimmen. Wichtig ist auch: Gesunde Pflanzenöle sollten nicht erhitzt werden. Benutze zum Braten lieber Fette, die im Supermarkt speziell dafür deklariert sind.

Wir fassen zusammen: Den Grundstein für eine gesunde, pickelarme Ernährung legen Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index, kombiniert mit pflanzlichen Proteinen und gesunden pflanzlichen Fetten.

Mikronährstoffe: Das A und O

Wenden wir uns nun ab von den Makronährstoffen, hin zu den Mikronährstoffen, welche die Verwertung der energiehaltigen Makronährstoffe erst möglich machen. Zusätzlich übernehmen sie weitere lebensnotwendige Funktionen im Körper, können von diesem aber nicht selbst produziert werden. Das geschieht ausschliesslich über die Nahrung und zwar durch die Aufnahme von Vitaminen (u.a. Vitamin A, B, C), Mineralstoffen (u.a. Kalzium, Magnesium) und Spurenelementen (u.a. Eisen, Zink).

All diese und noch viele weitere Mikronährstoffe wie sie vor allem in frischem, rohem Gemüse und Obst sowie in Kräutern vorhanden sind, reduzieren nicht nur Pickel. Sie helfen der Haut auch dabei, sich schneller zu regenerieren und zu schützen. Das liegt an ihrer antioxidativen Wirkung. Antioxidantien halten die freien Radikalen in Schach, die für oxidativen Stress verantwortlich sind, welcher die Hautalterung beschleunigt und Hautprobleme begünstigt. Wusstest du zum Beispiel, dass das Superfood Tomatenmark dank des darin enthaltenen rötlichen Pflanzenfarbstoffs Lycopin eine wahre Antioxidans-Bombe ist? Ein Esslöffel davon und dein Tagesbedarf ist gedeckt!

🤓Wenn du mehr über oxidativen Stress und seine Auswirkungen erfahren möchtest, empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag Antioxidantien, freie Radikale und was sie für deine Haut bedeuten. Welche negativen Auswirkungen Stress allgemein auf deinen Hautzustand haben kann, erklären wir in diesem Artikel: Wie wirkt sich Stress auf meine Haut aus?

Immer daran denken: Einseitiges Essverhalten kann nicht durch einzelne, gesunde Lebensmittel oder gar Nahrungsergänzungsprodukte ausgeglichen werden. Wichtig ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, denn das Ganze ist, wie wir seit Aristoteles wissen, mehr als die Summe seiner Teile.

Hautpflege gegen Pickel

Mit entzündungshemmender Ernährung und einem gesunden Lebensstil mit etwas Sport und wenig Stress können wir Pickeln zwar das Leben erschweren, aber ganz los werden wir sie wohl nie. Und wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, hilft alles Klagen nichts, dann müssen schnelle Lösungen her.

Pflegeroutine bei fettiger Haut

Fettige Haut neigt vermehrt zu Unreinheiten, doch ist eine aggressive Reinigung keinesfalls der Schlüssel zum Erfolg. Vielmehr muss der Öl- und Feuchtigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Und das geht so:

  • Am Morgen das Gesicht nur mit lauwarmem Wasser reinigen und anschliessend das ölfreie, feuchtigkeitsspendende FIVE Gesichtsserum in Kombination mit dem FIVE Gesichtsöl Balance auftragen.
  • Am Abend das Gesicht mit lauwarmem Wasser reinigen, wenn du kein Make-up oder Sonnencreme benutzt. Ansonsten die Haut mit dem Make-up Entferner von reinigen. Dann das leichte FIVE Gesichtsserum für die Nacht auftragen.

💡Zur Erinnerung: Mit der Oil Cleansing Method kannst du deine Haut auf schonende Weise von Schmutz, Sonnencreme, Make-up und überschüssigem Talg befreien, weshalb sie auch für fettige Haut geeignet ist.

Hausmittel gegen Pickel

Bei fettiger, zu Pickeln neigender Gesichtshaut, möchten wir dir folgende zwei Treatments ans Herz legen, welche deine Haut auf sanfte Weise von überschüssigem Talg befreien, ohne sie zu sehr auszutrocknen:

  1. Kamillendampfbad befreit die Poren: Einen Kochtopf 2 Finger tief mit Wasser befüllen und zum Kochen bringen. Dann ein Teelöffelchen Salz und einen Kamillenteebeutel für eine desinfizierende Wirkung hinzugeben. Anschliessend das Gesicht mit einem Handtuch darüber ca. 10 Minuten in ausreichendem Abstand über den Dampf halten. Danach mit kaltem Wasser abspülen und das FIVE Gesichtsserum für den Feuchtigkeitsausgleich auftragen.
  2. Tonerdemaske mit klärender Wirkung: 2 bis 3 Mal pro Woche eine Maske aus grüner Tonerde aus dem Reformhaus oder der Apotheke auf das Gesicht auftragen und anschliessend mit reichlich Wasser abspülen.

😴Tipp vor dem Schlafengehen: Bereite dir einen Leber-Galle-Tee zu. Klingt zwar etwas unsexy, aber diese zwei Organe sind für die Entgiftung zuständig und werden dadurch angekurbelt. So funktioniert die Pickelbekämpfung quasi im Schlaf.

Und zum Abschluss unsere Top FIVE gegen Pickel im Überblick:

  1. Den einfachen Weg gibt es nicht. Schöne, gesunde Haut erfordert Arbeit.
  2. Lesen, lesen, lesen. Wer seine Haut und seinen Körper versteht, kann besser darauf reagieren.
  3. Entzündungshemmende Ernährung gegen Pickel. Viel Gemüse, Obst und Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index, wenig bis keine tierischen Produkte.
  4. Die Haut mit den passenden FIVE Produkten reinigen und pflegen.
  5. Self-Care. Entspannen, sich Gutes tun und Stress reduzieren.

Unsere Naturkosmetik

«Keine Creme sollte mehr Inhaltsstoffe haben, als du an einer Hand abzählen kannst.»

Anna Pfeiffer